Um Ihnen einen Einblick in unsere über 80-jährige Vereinsgeschichte zu geben, folgt hier eine kurze Zusammenfassung durch unseren 1.Vorsitzenden H.-J. Diekmann.
Ausführlichere Informationen können Sie unseren Festschriften zum 75. und 80. Jubiläum entnehmen, die wir Ihnen bei Bedarf gerne zusenden!
Der
1930 trat der Verein der gerade gegründeten Freiwilligen Feuerwehr bei. Auf Wusch eines Gönners musizierte man kurzfristig als „Pfeifer- und Trommlerkorps“, kehrte aber schon 1932 wieder zu den Blasinstrumenten zurück.
Mit dem Ausbruch des Krieges 1939, wurde die Entwicklung des Vereins gestoppt und die Aktivitäten ausgesetzt. Auch der Neuanfang danach gestaltete sich schwierig. Fehlende Aufzeichnungen dieser Jahre sprechen für sich.
Mit der Wahl Heinrich Elixmanns zum 1. Vorsitzenden 1957 begann für den Musikzug eine neue Zeit. Es wurde wieder ein ausführliches Protokoll geführt, wir nahmen am Bundesmusikfest der Amateurmusiker in Garbsen teil und bildeten mit anderen Musikzügen den Kreismusikzug Hildesheim.
Im guten Glauben wurde 1958 das 30 jährige Jubiläum gefeiert. Erst 10 Jahre später, als das lange verschollene Gründungsprotokoll wiederauftauchte, bemerkten wir die zweijährige Verspätung.
Im ersten Konzert des Musikzuges im Jahr 1959, findet die rege Konzerttätigkeit des Vereins seinen Ursprung. Heinrich Elixmann blickte aber schon damals über die Dorfgrenzen hinaus. So war es der
Das 50-jährige Jubiläum feierten wir dann aber richtiger Weise im Jahr 1976. Es wurde ein ganz großes Fest. Viele teilnehmende Musikvereine und ein super Konzert- und Rahmenprogramm des Musikzuges werden den damaligen Mitgliedern und Besuchern in Erinnerung bleiben.
1980 konnte unser langjähriger Dirigent Konrad Weicht aus Sarstedt aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr das traditionelle Herbstkonzert leiten. Dies übernahm dann kurzfristig Hans-Joachim Kaufhold. Im folgenden Jahr führte Gustav Puhl den von ihm geleiteten Jugendmusikzug und den Hauptmusikzug zusammen und übernahm die Leitung des großen Orchesters. Konny Weicht wurde Ehrenmitglied. Ihm hat der Musikzug viel zu verdanken.
Im Jahr1983 übergab Gustav Puhl den Dirigentenstab an
Erster Höhepunkt unter seiner Leitung war ein Großkonzert in Steinmanns Scheune, anlässlich unseres 60-jährigen Bestehens. Alle Musikvereinigungen der Gemeinde Harsum, also über 200 Musiker, waren gekommen, um jeder auf seine Weise die Zuhörer zu begeistern. Beim Jubiläumskonzert am Ende des Jahres, konnten wir eine historische Besetzung des Jahres 1956 mit Pickelhauben und in alten Feuerwehruniformen präsentieren. Mit dabei war einer der Mitgründer, der damals 79-jährige Josef Blecker mit seiner Tuba.
Ortsbürgermeister Gustav Puhl nahm sich 1987 die Ehre, unseren langjährigen Vorsitzenden Josef Bertram, der schon damals 35 Jahre Mitglied im Musikzug war, zum verdienten Bürger des Ortes Klein Förste zu erklären.
Im nächsten Jahr wurde der ganze Verein bedacht und beim Landesmusikfest 1988 in Borsum für 25-jährige Mitgliedschaft im NVV geehrt.
Für Deutschland kam 1989 die Wende. Und da wir im November 1989 just wieder zum Probenwochenende in Hohegeiß weilten, haben wir die Deutsche Geschichte ganz nah miterleben dürfen. Die von uns Bundesbürgern so geliebten DDR Grenzsoldaten, konnten auf einmal ganz nett sein. Dafür brachten wir ihnen ein Ständchen. Im nächsten Jahr bereits führte uns unsere Wanderung unbehelligt durch den ehemaligen Todesstreifen. Von Grenze keine Spur.
1992 begann eine für uns unbefriedigende Zeit. Das Gastwirts-Ehepaar Rössig schloss die Gaststätte und wir hatten damit keinen Probenraum mehr. Dankenswerterweise stellte uns unser förderndes Mitglied Heinrich Ernst in den Sommermonaten seinen ehemaligen Kornboden zur Verfügung. Nur in den kalten Monaten mussten wir im viel zu engen Dorfgemeinschaftshaus proben. Aber auch dafür sind wir dem Ort natürlich sehr dankbar.
Uns alle machte die Ehrung von Heinrich Elixmann im gleichen Jahr sehr stolz. Er erhielt für seine vorausschauende Tätigkeit im Musikzug und besonders in den Musikverbänden das Bundesverdienstkreuz.
Das Jahr 1995 hatte viele Höhepunkte. Unter ihnen, die Konzertreise nach Kanada und das erste Schützenfest nach 1939 in Stendal mit dem Zapfenstreich.
Im nächsten Jahr führten wir in Klein Förste eine Schwäbische Tradition ein. Beim so genannten „Hocketse“ (d. h: „Hockt euch hin!“) reiht sich Platzkonzert an Platzkonzert. Die Musikvereine zeigen bei dieser Art Auftritt natürlich viel mehr ihres Könnens als bei einem Umzug. Wir hatten zu diesem 70-jährigen Jubiläum auf dem Hof von Ferdinand Wiechens ein Wunschkonzert vorbereitet. Die Bevölkerung durfte das Programm durch Abgabe von Wunschlisten gestalten. Es hat den Klein Förstern und uns sehr viel Spaß gemacht.
1998 haben wir unsere erste CD aufgenommen. Mit viel Aufwand bauten wir die Turnhalle in Hasede in ein Tonstudio um. Die CD wurde zu einem Erfolg und für uns zu einer bleibenden Erinnerung.
Vom niedersächsischen Ministerpräsidenten erhielt unser Vorsitzende Josef Bertram im nächsten Jahr eine Ehrung ganz besonderer Güte. Zu diesem Zeitpunkt war er schon 28 Jahre Vorsitzender bei uns.
Vereinsintern wurde endlich die Satzung auf einen zeitgemäßen Stand gebracht.
Jetzt sollte auch für uns eine „Wende“ kommen. Wir bekamen die Chance auf einen eigenen Probenraum im neuen Feuerwehrgerätehaus. Voraussetzung war, dass dieser mit der Feuerwehr in Eigenleistung gebaut werden sollte. Feuerwehr und Musikzug sprachen sich für dieses Bauvorhaben aus und so konnte im Jahr 2000 begonnen werden. Nebenbei mussten aber auch die musikalischen Aktivitäten weiterlaufen. Zum ersten Mal ertönte zum Richtfest Musik im neuen Gebäude. Das war bereits im September 2000. Die Einweihung folgte im Juni 2001. Besonders dankbar sind wir dem damaligen Gemeindebürgermeister Gustaf Puhl. Er hat auf der politischen Ebene den Weg frei gemacht und so einen großen Anteil zum Gelingen des Projektes beigetragen.
Schon während der Bauzeit mussten aber die Vorbereitungen zum 75-jährigen Bestehen anlaufen. Denn im August des Jahres sollte gefeiert werden. Ähnlich wie schon zum 70-jährigen wurde wieder bei Ferdinand Wiechens „gehockt“.
Zur nächsten Hauptversammlung 2002 kam das, was irgendwann mal kommen musste. Josef Bertram stellte sich nach 31 Jahren als Vorsitzender nicht mehr zur Wiederwahl. Auch
Nach zwei Jahren, stellte sich Peter Egger nicht zur Wiederwahl und ich, Heinz-Joachim Diekmann übernahm 2004 dieses Amt.
2005 wurde in der Hauptversammlung Gustav Puhl zum Ehrenmitglied ernannt. Wir wollten damit seine Verdienste in der Vereinsführung, in der Jugendausbildung und für seinen Einsatz zur Errichtung des Feuerwehrgerätehauses mit unserem Probenraum würdigen.
Schon lange hatte der Musikzug keine Mehrtagesfahrt mehr gemacht.
Im Herbst konnten wir unseren Jugendlichen eine Fahr zur Jugendherberge Silberborn anbieten. Früher als geplant, noch vor den Jahresabschlusskonzerten, sollten sich dann aber die Wege von uns und von unserem Dirigenten Genci Puka trennen. Kurzfristig hat dann Olaf Normann, Schlagzeuger im Bundespolizeiorchester, die Konzertvorbereitungen übernommen. Ihm ist es zu verdanken, dass in sehr kurzer Zeit ein anspruchsvolles Programm eingeprobt und die Konzerte in gewohnter Qualität bestritten werden konnten.
Das Jahr 2006 hielt uns in Atem. Es wurden 42 Auftritte durchgeführt, 4 mehr als im Vorjahr. Am Ende des Jahres fanden dann unsere Jubiläumskonzerte statt. Wieder hatte unser Dirigent ein sicheres Händchen und traf mit seinem Programm genau ins Schwarze.